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Zwischen Durians und richtigem Brot!

Autor: Karolin | Datum: 02 März 2011, 08:13 | Kommentare deaktiviert

Halloo Ihr Lieben!

Sonnig-heiße Grüße aus der Ferne!

Seit meinem letzten Blogeintrag ist schon wieder einiges passiert, was ich jetzt mal versuche, ganz kurz zusammenzufassen, da ich - wie immer- nicht viel Zeit habe ;-)

Ich hoffe, dass Ihr Euch - wie schon letztes Mal - keine Sorgen um mich gemacht hab, aber ich hatte seit einem Monat kein Internet. Da sieht das mit Nachrichtenverschicken eher schlecht aus.

Also, was bisher so passiert ist:

Da wäre zum Beispiel der Besuch von Anika, unserer "Chefin", und Christoph, der für die Medien-und Öffentlichkeitsarbeit bei der VEM zuständig ist. Beide haben auf ihrer Indonesienreise auch mir einen Besuch in Siantar abgestattet und so konnten wir einen sehr schönen Tag mit verschiedenen Besuchen verbringen.
Anschließend bin ich mit den beiden nach Medan gefahren, um später dort die anderen drei Freiwilligen zu treffen, die aus Java und Papua angereist sind, um am Zwischenseminar teilzunehmen. Wir sind ja auch nun schon 5 Monate hier und da kommt so ein Zwischenseminar ganz gelegen.
Also haben wir vier Freiwillige und Anika - Christoph ist an dem Tag wieder gen Heimat geflogen- in einem netten Hotel übernachtet und am nächsten Tag uns auf den Weg nach Sukamakmur gemacht, was in der Nähe von Medan liegt. Dort haben wir auch Rebecca, Freiwillige in Kabanjahe (ca. 3 1/2 Stunden von mir entfernt), getroffen und dann ging das Erzählen erst richtig los!
Erfahrungen in jeglicher Hinsicht lassen sich wunderbar bis spät in die Nacht berichten und wenn man dann erst einmal angefangen hat zu singen, dann müssen die verschiedenen Lieder ja auch einander beigebracht werden ;-) Neben dem ganzen Gerede, sollte der Mund ja auch noch in anderer Weise zum Einsatz kommen und so haben wir wirklich Unmengen an Durians vertilgt! Aber Freunde, esst nie mehr, als ihr auch wirklich vertragen könnt, dass kann ganz schnell in Bauchschmerzen ausahten...Trotzdem sind sie doch immer wieder ein Muss und mitlerweile kann ich auch sagen: Ja, ich liebe sie! 

Aber nun mal näher zum eigentlichen Seminar! Wir hatten nämlich das unglaubliche Glück, dass uns unsere liebe Anika durch das Zwischenseminar geführt hat, und nicht-wie bei den meisten Organisationen- irgendwer das Seminar mit einer wesentlich höheren Teilnehmerzahl leitet. So war alles sehr persönlich und intensiv. Außerdem konnten wir noch sowohl mit einer Indonesierin, die für 1 Jahr in Tansania war, als auch mit einer Indonesierin, die nun für 10 Monate in Deutschland ist, in Austausch gelangen. Andere Referenten waren ebenfalls eingeladen und die ein oder andere Exkursion und die abwechslungsreichen Einheiten haben das ganze zu einem wirklich schönen und sehr wichtigen Seminar gemacht. An dieser Stelle noch mal ein Dankeschön an unsere Anika!

Anschließend habe ich noch Rebecca in Kabanjahe besucht und bei ihr übernachtet, da wir beide am nächsten Morgen zu einem Frühstück anlässlich eines Geburtstages eingeladen waren. Zufälligerweise kennen sich nämlich ihre "Mama" und meine Lertina sehr gut und so haben wir uns alle mit einigen anderen Frauen bei ihrer Mama getroffen. Alle waren schon mindestens einmal in Deutschland und die ein oder andere Frau kannte ich auch schon. Es ist aber wirklich komisch, wenn man fast nur von Indonesierinnen umgeben ist und alle Deutsch sprechen und es aufeinmal selbstgebackenes Brot mir Marmelade gibt. Da hab` ich doch glatt den Reis vermisst! Man man man, wie soll das nur werden, wenn ich wieder nach Hause komme?

Wieder in Siantar - frisch aufgetankt, voller neuer Ideen und neuer Energie - habe ich erstmal den Wochenplan im BKM verändert. Auf Dauer 5x die Woche nur Englisch zu unterrichten, ist für alle Beteiligten nämlich irgendwann eintönig. So habe ich die eh viel zu kurzen halbstündigen Unterrichtsstunden auf eine Stunde verlängert und dafür noch zwei "Kreativ- bzw. Spieltage" eingeführt. Schließlich brauchen Kinder auch Abwechslung und das sollte damit gewährleistet werden. Gebastelt haben wir schon Armbänder und Schlüsselanhänger und jede Menge weitere Ideen müssen nur noch umgesetzt werden. Das Ziel soll nämlich sein, dass all das Gebastelte hinterher an Gäste verkauft werden kann. 

Mitlerweile hat sich aber schon wieder etwas geändert, denn für die Kinder steht in den nächsten Monaten eine große Prüfung in der Schule an und da die meisten eher Mathe- als Englischprobleme haben- so wie ich auch- unterrichtet jetzt ein Student die Kinder 3x in der Woche in Mathe.
So wurde mein neu angesetzter Plan erst mal auf Eis gelegt, sodass ich nur noch 2x die Woche Englisch unterrichte und am Sonntag entweder mit allen bastle oder spiele.
Für mich ist das allerdings auch nicht schlecht, da ich so auf einmal ein bisschen Zeit für mich habe. Indonesisch muss schließlich auch mal richtig gelernt werden und ab und zu einfach mal die Seele baumeln lassen ist echt richtig schön! Grundsätzlich währt dieser Augenblick aber nie sehr lange, da es natürlich immer etwas zu tun gibt! Aber man macht sich ja auch selbst viel Arbeit...oder man ist eben faul. Ich kann das aber "einfach nur so Rumsitzen" schlecht, wenn es etwas zu tun gibt, also wir halt Hand angelegt!
So genieße ich die bisherige Abwechslung und bin mal gespannt, wie sich meine weiteren Pläne dann so umsätzen lassen :-)

Ja, da ist noch einiges mehr gewesen...aber die Zeit rennt, also nur ganz kurz:

Anfang Februar hatten wir Besuch aus Singapur, die großzügigsten und regelmäßigsten Sponsoren, die das BKM hat! Hatte ich schon erwähnt, dass ein neues Haus für die Mitarbeiterinnen im Bau ist? Auf jeden Fall ist das nicht das einzige Projekt, was noch umgesetzt werden soll. So wird hier alles komplett umstrukturiert : Die Mädels ziehen in den Jungensaal und die großen Jungs bekommen eigene Zimmer im jetztigen Mädchensaal. Die jüngeren Jungs werden dann in einer Hälfte der jetzigen Eingangshalle ihren Platz finden und ein paar Toiletten und Duschen kommen auch noch dazu! Ich werde dann vermutlich auch wieder ein eigenes Zimmer haben und alle haben mehr Platz und mehr Privatsphäre. Eigentlich soll alles im April fertig sein, aber das weiß man hier ja nie so genau ;-)
Aufgrunddessen gab es also eine Menge zu besprechen und ich (!) konnte als Dolmetscherin fungieren. Erst also auf Englisch mit den Sponsoren und dann auf Indonesisch für die Mitarbeiterinnen. Trotzdem muss sich mein Indonesisch noch verbessern, aber dafür hab ich ja jetzt ein wenig mehr Zeit :-)

Weiterhin hatte ich noch mehr Deutsche um mich! Als wären der Besuch von Anika und Christoph, das Zwischenseminar und das anschließende "deutsche Frühstück" nicht genug, habe ich einige andere VEM-Mitarbeiter in Siantar und eine weitere Deutsche "Freiwillige", die aber durch private Kontakte nach Sumatra gelangt ist, treffen können.
Und zu allem Überfluss treffe ich morgen auch wieder einen Deutschen, der die GKPS besucht! Was ist da los? :-D

Also, Ihr Lieben, Ihr merkt, Deutschland bleibt mir hier immer gegenwärtig und mit diesen Worten belasse ich es heute mal dabei!
Ich denke viel an Euch!

Viele Sonnenstrahlen ins kalte Deutschland und wie immer herrlich glückliche Grüße aus Siantar!
Eure Karo

 

 P.S.: Ich weiß nicht, warum es jedes mal mehrere Stunden dauert, bis die Fotos hochgeladen sind...meine Geduld lässt dieses mitlerweile zu, aber die Zeit leider nicht. Ich hoffe, dass ich irgendwo noch einmal die Gelegenheit finde, an schnelleres Internet zu gelangen. Sorry!