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Zurueck!

Autor: Karolin | Datum: 11 Juli 2011, 07:37 | Kommentare deaktiviert

Halloo Ihr Lieben :-)

Gut 3 Wochen bin ich jetzt durch Indonesien gereist und es war verdammt schoen! Hier mal kurz mein "Reiseplan", naeheres dann im naechsten Rundbrief...

1. Stop: Jakarta- meinen Freund treffen und dann nach Bandung fahren, um Bernando, meinen besten indonesischen Freund, zu treffen

2. Stop: Jogjakarta- viel Kunst und alte Tempel bestaunen

3. Stop: Bali- ein leider viel zu touristischer schoener Fleck Erde

4. Stop: Lombok- ein ueberhaupt nicht touristischer viel schoenerer Fleck Erde ;-)  >mein Highlight in diesem Urlaub<

5. Stop: Tagesausflug zu den Gili Inseln- wer unglaublich bunte Fische unter Wasser fuettern und Schildkroeten sehen moechte, sollte hier hin fahren :-)

Danach bin ich wieder zurueck nach Siantar gefahren, um fuer 2 Wochen zu arbeiten. Mein Freund ist in der Zeit noch mit seinem Cousin rumgetourt, bis er mich dann im BKM besucht hat und wir weiter gefahren sind zum...

6. Stop: Tuk-Tuk auf Samosir (der Insel im Tobasee)- die Sumatraner sagen, dass der Tobasee schoener als Bali ist...etwas dran ist auf jeden Fall ;-)

Ja, so schnell ist die Zeit dann auch schon wieder vergangen und nun bin ich nur noch gut 2 Monate hier!
Fuer mich heisst es weiterhin Englisch unterrichten, kochen, putzen, aufraeumen, Kinder verarzten, Verstecken spielen, Traenen trocknen, Armmuskeln durch Kinder heben trainieren, singen, tanzen, zuhoeren, bei Hausaufgaben helfen, leider viel zu viel essen, hoffentlich bald noch die Schulen der Kinder besichtigen, mit Lertina noch fuer ein Wochenende zu ihrer Familie nach Jakarta fliegen, den letzten Monat mit Bernando geniessen, der bald wieder in Bandung studieren muss und mich dann langsam auf den Abschied und Studienplaetze in Deutschland vorbereiten.

Also heisst es noch, die letzte Zeit in vollen Zuegen zu geniessen!
Was noch alles so passiert ist und passieren wird, werde ich dann noch per Rundbriefe mitteilen (ich hoffe der 2. wird Euch bald erreichen) oder hier auf dem Blog.
Im Kinderheim haben wir jetzt naemlich ganz toller Weise Internet-Danke an unsere Sponsoren aus Singapur!-daher hab ich mir jetzt auch zu allem Ueberfluss facebook zugelegt. Also werdet Ihr mich da jetzt auch antreffen koennen ;-)

Gut, da ich gerade noch im Kantor Pusat bin und natuerlich nur begrenzt Zeit habe, soll es fuer heute reichen.

Macht es gut, ich denk viel an Euch und freu mich doch schon sehr, trotz der wirklich wunderbaren Zeit hier, Euch alle wieder in die Arme zu schliessen.

Beste sonnige Gruesse, Eure Karo

 

 

Aduh...;-)

Autor: Karolin | Datum: 16 Mai 2011, 13:56 | Kommentare deaktiviert

...das ist ein Ausruf, den man im deutschen mit "puh", "aua" oder dergleichen vergleichen kann und diesen Ausruf habe ich derzeit sehr oft im Kopf.

Nicht nur, weil ich schon seit einiger Zeit nicht mehr geschrieben habe und der nächste Rundbrief auch schon längst fällig wäre sondern weil ich einfach nur am Arbeiten bin und generell keine Zeit für irgendwelche anderen Anliegen habe.
Woran liegt das? Zwei Mitarbeiterinnen fallen für 3 Monate aus, da sie gerade Mütter geworden sind. Nun müssen wir also zu dritt den Laden schmeißen, da unsere Köchin ebenfalls nicht arbeitet. Momentan sind Heldi und ich aber nur zu zweit, weil Ibu Betty seit einiger Zeit in Medan mit einem Jungen ist, der eine Augenoperation über sich ergehen lassen musste. Nun wird auch ein Mädchen aufgrund mangeldem Hören ins Krankenhaus kommen und Heldi und ich müssen trotz Krankheit für eiegntlich sechs Personen arbeiten.
Also Ihr merkt, dass ich leider nicht genügend Zeit habe, von Ostern und dem Besuch meiner Familie zu berichten-der übrigens ganz toll und wunderbar war-, gerade weil ich mich auch noch um alle möglichen Studiumsachen kümmern muss...da ist es gut, dass ich ab dem 29. Urlaub habe und mein Freund mich besucht :-) Halleluja!

Ach übrigens, mein i-net-Stick hat den Geist aufgegeben, sodass ich jedesmal ins i-net-Café oder zum Kantor Pusat muss. Also geduldet Euch ein bisschen mit mir,ja? Die Zeit wird kommen, in der ich wieder ausführlicher berichten werde, obwohl die Zeit ja nun wie im Flug vergeht...
(Apropos Flug, ich werde am 7.9. wieder Deutschland meine Heimat nennen dürfen ;-))

Grundsätzlich geht es mir aber vorwiegend gut und ich bin immer noch wahnsinnig froh, diese einmalige Chance wahrnehmen zu dürfen!
Ich hoffe, dass Ihr bald wieder von mir hört und dann in einem etwas gelasseneren Ton ;-)

Ich denk viel an Euch! Allerliebste Grüße aus dem immer heißer werdenen Indonesien,

Eure Karo :-)

 

Zwischen Durians und richtigem Brot!

Autor: Karolin | Datum: 02 März 2011, 08:13 | Kommentare deaktiviert

Halloo Ihr Lieben!

Sonnig-heiße Grüße aus der Ferne!

Seit meinem letzten Blogeintrag ist schon wieder einiges passiert, was ich jetzt mal versuche, ganz kurz zusammenzufassen, da ich - wie immer- nicht viel Zeit habe ;-)

Ich hoffe, dass Ihr Euch - wie schon letztes Mal - keine Sorgen um mich gemacht hab, aber ich hatte seit einem Monat kein Internet. Da sieht das mit Nachrichtenverschicken eher schlecht aus.

Also, was bisher so passiert ist:

Da wäre zum Beispiel der Besuch von Anika, unserer "Chefin", und Christoph, der für die Medien-und Öffentlichkeitsarbeit bei der VEM zuständig ist. Beide haben auf ihrer Indonesienreise auch mir einen Besuch in Siantar abgestattet und so konnten wir einen sehr schönen Tag mit verschiedenen Besuchen verbringen.
Anschließend bin ich mit den beiden nach Medan gefahren, um später dort die anderen drei Freiwilligen zu treffen, die aus Java und Papua angereist sind, um am Zwischenseminar teilzunehmen. Wir sind ja auch nun schon 5 Monate hier und da kommt so ein Zwischenseminar ganz gelegen.
Also haben wir vier Freiwillige und Anika - Christoph ist an dem Tag wieder gen Heimat geflogen- in einem netten Hotel übernachtet und am nächsten Tag uns auf den Weg nach Sukamakmur gemacht, was in der Nähe von Medan liegt. Dort haben wir auch Rebecca, Freiwillige in Kabanjahe (ca. 3 1/2 Stunden von mir entfernt), getroffen und dann ging das Erzählen erst richtig los!
Erfahrungen in jeglicher Hinsicht lassen sich wunderbar bis spät in die Nacht berichten und wenn man dann erst einmal angefangen hat zu singen, dann müssen die verschiedenen Lieder ja auch einander beigebracht werden ;-) Neben dem ganzen Gerede, sollte der Mund ja auch noch in anderer Weise zum Einsatz kommen und so haben wir wirklich Unmengen an Durians vertilgt! Aber Freunde, esst nie mehr, als ihr auch wirklich vertragen könnt, dass kann ganz schnell in Bauchschmerzen ausahten...Trotzdem sind sie doch immer wieder ein Muss und mitlerweile kann ich auch sagen: Ja, ich liebe sie! 

Aber nun mal näher zum eigentlichen Seminar! Wir hatten nämlich das unglaubliche Glück, dass uns unsere liebe Anika durch das Zwischenseminar geführt hat, und nicht-wie bei den meisten Organisationen- irgendwer das Seminar mit einer wesentlich höheren Teilnehmerzahl leitet. So war alles sehr persönlich und intensiv. Außerdem konnten wir noch sowohl mit einer Indonesierin, die für 1 Jahr in Tansania war, als auch mit einer Indonesierin, die nun für 10 Monate in Deutschland ist, in Austausch gelangen. Andere Referenten waren ebenfalls eingeladen und die ein oder andere Exkursion und die abwechslungsreichen Einheiten haben das ganze zu einem wirklich schönen und sehr wichtigen Seminar gemacht. An dieser Stelle noch mal ein Dankeschön an unsere Anika!

Anschließend habe ich noch Rebecca in Kabanjahe besucht und bei ihr übernachtet, da wir beide am nächsten Morgen zu einem Frühstück anlässlich eines Geburtstages eingeladen waren. Zufälligerweise kennen sich nämlich ihre "Mama" und meine Lertina sehr gut und so haben wir uns alle mit einigen anderen Frauen bei ihrer Mama getroffen. Alle waren schon mindestens einmal in Deutschland und die ein oder andere Frau kannte ich auch schon. Es ist aber wirklich komisch, wenn man fast nur von Indonesierinnen umgeben ist und alle Deutsch sprechen und es aufeinmal selbstgebackenes Brot mir Marmelade gibt. Da hab` ich doch glatt den Reis vermisst! Man man man, wie soll das nur werden, wenn ich wieder nach Hause komme?

Wieder in Siantar - frisch aufgetankt, voller neuer Ideen und neuer Energie - habe ich erstmal den Wochenplan im BKM verändert. Auf Dauer 5x die Woche nur Englisch zu unterrichten, ist für alle Beteiligten nämlich irgendwann eintönig. So habe ich die eh viel zu kurzen halbstündigen Unterrichtsstunden auf eine Stunde verlängert und dafür noch zwei "Kreativ- bzw. Spieltage" eingeführt. Schließlich brauchen Kinder auch Abwechslung und das sollte damit gewährleistet werden. Gebastelt haben wir schon Armbänder und Schlüsselanhänger und jede Menge weitere Ideen müssen nur noch umgesetzt werden. Das Ziel soll nämlich sein, dass all das Gebastelte hinterher an Gäste verkauft werden kann. 

Mitlerweile hat sich aber schon wieder etwas geändert, denn für die Kinder steht in den nächsten Monaten eine große Prüfung in der Schule an und da die meisten eher Mathe- als Englischprobleme haben- so wie ich auch- unterrichtet jetzt ein Student die Kinder 3x in der Woche in Mathe.
So wurde mein neu angesetzter Plan erst mal auf Eis gelegt, sodass ich nur noch 2x die Woche Englisch unterrichte und am Sonntag entweder mit allen bastle oder spiele.
Für mich ist das allerdings auch nicht schlecht, da ich so auf einmal ein bisschen Zeit für mich habe. Indonesisch muss schließlich auch mal richtig gelernt werden und ab und zu einfach mal die Seele baumeln lassen ist echt richtig schön! Grundsätzlich währt dieser Augenblick aber nie sehr lange, da es natürlich immer etwas zu tun gibt! Aber man macht sich ja auch selbst viel Arbeit...oder man ist eben faul. Ich kann das aber "einfach nur so Rumsitzen" schlecht, wenn es etwas zu tun gibt, also wir halt Hand angelegt!
So genieße ich die bisherige Abwechslung und bin mal gespannt, wie sich meine weiteren Pläne dann so umsätzen lassen :-)

Ja, da ist noch einiges mehr gewesen...aber die Zeit rennt, also nur ganz kurz:

Anfang Februar hatten wir Besuch aus Singapur, die großzügigsten und regelmäßigsten Sponsoren, die das BKM hat! Hatte ich schon erwähnt, dass ein neues Haus für die Mitarbeiterinnen im Bau ist? Auf jeden Fall ist das nicht das einzige Projekt, was noch umgesetzt werden soll. So wird hier alles komplett umstrukturiert : Die Mädels ziehen in den Jungensaal und die großen Jungs bekommen eigene Zimmer im jetztigen Mädchensaal. Die jüngeren Jungs werden dann in einer Hälfte der jetzigen Eingangshalle ihren Platz finden und ein paar Toiletten und Duschen kommen auch noch dazu! Ich werde dann vermutlich auch wieder ein eigenes Zimmer haben und alle haben mehr Platz und mehr Privatsphäre. Eigentlich soll alles im April fertig sein, aber das weiß man hier ja nie so genau ;-)
Aufgrunddessen gab es also eine Menge zu besprechen und ich (!) konnte als Dolmetscherin fungieren. Erst also auf Englisch mit den Sponsoren und dann auf Indonesisch für die Mitarbeiterinnen. Trotzdem muss sich mein Indonesisch noch verbessern, aber dafür hab ich ja jetzt ein wenig mehr Zeit :-)

Weiterhin hatte ich noch mehr Deutsche um mich! Als wären der Besuch von Anika und Christoph, das Zwischenseminar und das anschließende "deutsche Frühstück" nicht genug, habe ich einige andere VEM-Mitarbeiter in Siantar und eine weitere Deutsche "Freiwillige", die aber durch private Kontakte nach Sumatra gelangt ist, treffen können.
Und zu allem Überfluss treffe ich morgen auch wieder einen Deutschen, der die GKPS besucht! Was ist da los? :-D

Also, Ihr Lieben, Ihr merkt, Deutschland bleibt mir hier immer gegenwärtig und mit diesen Worten belasse ich es heute mal dabei!
Ich denke viel an Euch!

Viele Sonnenstrahlen ins kalte Deutschland und wie immer herrlich glückliche Grüße aus Siantar!
Eure Karo

 

 P.S.: Ich weiß nicht, warum es jedes mal mehrere Stunden dauert, bis die Fotos hochgeladen sind...meine Geduld lässt dieses mitlerweile zu, aber die Zeit leider nicht. Ich hoffe, dass ich irgendwo noch einmal die Gelegenheit finde, an schnelleres Internet zu gelangen. Sorry!

 

Selamat Hari Natal dan Tahun Baru 2011!

Autor: Karolin | Datum: 11 Januar 2011, 04:26 | Kommentare deaktiviert

Erstmal fix: Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2011!
Ich weiß, ich weiß, dass das eigentlich schon viel früher hätte kommen sollen, aber Ihr glaubt nicht, wie viel einfach los war!

Also: Sooorry, wenn Ihr Euch Sorgen gemacht habt, aber mir ging es in der Weihnachtszeit wirklich ausgesprochen gut, wenn nicht sogar-auf die letzten Monate zurückblickend-am besten ;-) 

Aber mal genauer erklärt:

Weihnachtszeit bedeutet im BKM gleichzeitig Gäste-und Einladungszeit. Das heißt, dass jeden Tag mindestens eine Gruppe von Gästen (das sind dann entweder reiche Familien, Gemeindemitglieder, Freunde oder Bekannte,  Jugendgruppen, Studenten, Vetreter von KFC oder Telkomsel-zu vergleichen mit Telekom- Ärzte oder sonstige Gruppen und hilfsbereite Menschen, die den Kindern große und kleine Freuden bereiten) zu Besuch kamen. So sind wir nun um jede Menge Reissäcke, Süßigkeiten, Kleidung und Spielsachen reicher, unsere Bäuche sehen etwas rundlicher aus die Hauskasse voller. Wer zum Beispiel "Weihanchten im Schuhkarton" kennt, dem kann ich sagen: Hier kommen die Pakete beispielsweise an ;-) Nur stammen jene aus Amerika-da haben die Augen wirklich gestrahlt!
Auch wurden von den Gästen viele Spiele vorbereitet oder auch der ein oder andere Gottesdienst, Basteltage oder einfach viiiel Essen mitgebracht.
Weiterhin wurden wir zu allen möglichen Events eingeladen, ein Ausflug nach Parapat war dabei eindeutig das Highlight, haben verschiedene Gottesdienste miterlebt und natürlich unsere ganz eigene Weihanchtsfeier veranstaltet.
Dort haben wir die Tänze, Lieder und Rollenspiele vorgeführt, einen Snack vorbereitet und anschließend, als alle Gäste wieder weg waren, noch ordentlich weitergefeiert. Spiele wie "Hey babe" eignen sich wirklich gut und über deutsche Schokolade freuen sich natürlich auch alle ;-)

Silvester dagegen war verhältnismäßig entspannt. Wir haben zunächst  abends draußen nett gegessen, aufgrund von Regen dann aber schnell die Location gewechselt und dann in(!) der "aula" jede Menge Wunderkerzen und den ein oder anderen Böller losgelassen- dementsprechend war die Rauchentwicklung auch nicht lange auszuhalten und daher sind die Mädels alle schon um 9 Uhr ins Bett gegangen. Vorher noch ein frohes neues Jahr gewünscht und das wars. Ich bin dann noch bei den Jungen geblieben, haben zusammen noch ein paar Filme gesehen und um 12 Uhr von der Terasse aus das ein oder andere Feuerwerk betrachten können. Die restlichen Böller dann noch angezündet und noch einen James-Bond-Film angeguckt. (Auch sehr interessant, dass die typischen Nachtszenen komplett rausgeschnitten wurden und man selbst keinen Kuss-für James Bond ja eigentlich an der Tagesordnung-sehen konnte).Naja, irgendwann sind wir dann alle aber auf dem Fußboden eingeschlafen und so hab ich mal eine Nacht dort verbracht ;-).
Natürlich hatten sich für die nächsten Tage wieder Gäste angekündigt und so gab es wieder Geschenke und viel Essen, ein Tag im "Schwimmbad" (total schön-ein natürlicher See inmitten von einer Art Dschungel) und Einladungen zum Essen waren auch dabei.

Diese Zeit hat die Gemeinschaft wieder ein bisschen gestärkt, es war wirklich richtig toll und ich werde immer glücklicher hier. Wenn ich jetzt daran denke, dass ich im September wieder zurückfliege, ist das für mich fast unvorstellbar. Mir gehts echt richtig gut hier!
Auch mit der "Neuen" läuft es gut. Wir arrangieren uns super und verstehen uns echt gut.

Es gibt auch noch etwas neues, und zwar wird ein Haus für die Mitarbeiter gebaut. Diese wohnen z.T. mit ihren kleinen Familien in einem Zimmer und das geht langsam wirklich nicht mehr, gerade weil zwei der Frauen ein Kind erwarten.
Auch haben wir zwei neue Kinder bekommen. Ein Junge (6 Jahre) und ein Mädchen (9 Jahre)- beide Geschwister- und eher anstrenged. Langsam finden sie sich aber immer besser ein und hören meistens auch auf das, was man ihnen sagt. Es bleibt weiterhin spannend, zu sehen, wie sie sich so entwickeln ;-)

Ja, jetzt ist langsam wieder der Alltag eingekehrt, die Kinder gehen wieder zur Schule und ich unterrichte wieder Englisch.
Mein Magen hat sich auch wieder beruhigt, wobei ich um Weihnachten natürlich noch eine schwere Mittelohrentzündung bekommen musste, die ist bis heute aber weitesgehend nur Vergangenheit.

Gut, ich werde gerufen und muss jetzt schnell Schluss machen!
Bald kommen noch Fotos, bitte übt Euch auch ein wenig in indonesischer Gelassenheit-das kann ich übrigens mitlerweile sehr gut.

Viele liebe und sehr zufriedene Grüße aus dem immer noch sehr warmen Indonesien ;-)
Eure Karo

 

 

 

Santa Claus is coming to town...

Autor: Karolin | Datum: 06 Dezember 2010, 15:25 | Kommentare deaktiviert

Selamat Adven! :-)

Dies und einige andere Grußworte höre ich nun immer mehr-auch hier weihnachtet es so langsam sehr!

Aber erstmal da weiter erzählt, wo ich beim letzten Eintrag aufgehört habe ;-) 

Da wäre zum Beispiel der Englischunterricht!
Um Euch kurz zu schildern wie das so abläuft, hier eine kleine Übersicht:

16.15 Uhr, eines jeden Tages in der Woche (Samstag und Sonntag unterrichte ich nicht), schlage ich den "Gong"-einen Basketballkorb-und rufe nach und nach zur "kelas kecil"! Die Kleinen sind also an der Reihe. Meistens haben sich dann auch alle gegen 16.30Uhr eingefunden, dass wir mehr oder weniger pünktlich starten können. Da ich ja nun zur Orientierung meinerseits einen Test vorher mit allen gemacht habe, haben wir diesen auch zunächst besprochen. Begrüßung, Vorstellung, Abschied und co gehörten zum Beispiel dazu. Nun beschäftigen wir uns intensiver mit den Monaten. Rolf Zukovskis Lied: "Januar, Februar, März, April, die Jahresuhr steht niemals still..." eignet sich übrigens super, um das ganze zu verdeutlichen...nur dann eben auf Englisch ;-) Seitdem singen es die Kinder andauernd und da sie die Monate gerade in der Schule besprechen, hört man es auch immer wieder während der Hausaufgaben-Zeit! Singen tun hier nämlich alle viel, laut und gerne!!
Nach einer halben Stunde ist die "kelas tengah" an der Reihe, also die "mittleren". Hier wird es schon etwas komplizierter. Dennoch sind alle meistens gut bei der Sache und freuen sich tatsächlich sichtlich, wenn sie wieder etwas neues gelernt haben, was sie auch immer mehr einfach mal so untereinander anwenden. Weiter geht es dann mit der "kelas besar". Dies sind nur 8, weshalb der Unterricht auch intensiver wird. Diese Kinder können wirklich gut Englisch-manchmal muss ich auch echt überlegen, wie das denn nochmal genau war, wenn es beispielsweise um Zeiten geht, die man eigentlich so gut wie nie gebraucht...Aber wir kriegen das zusammen gut hin und sprechen auch wirklich die ganze Zeit über Englisch :-)
Wenn alles zeitlich gut geklappt hat, bleibt danach auch noch Zeit für eine Dusche, um dann anschließend essen zu können. Manchmal ist das allerdings nicht möglich, denn Hektik, Stress oder dergleichen kennt man hier ja nunmal nicht!

Da nun aber Weihnachten vor der Tür steht, muss der Englischunterricht zur Übung von Tänzen, Liedern und kleinen Theaterstücken weichen. Die Tafel wurde ebenfalls aus der "aula" verbannt, da schließlich ein Weihnachtsbaum und jede Menge Deko angebracht werden mussten. (Bei Gelegenheit werde ich noch ein Foto machen und natürlich hochladen!) Es ist aber wirklich schön, wie viel Mühe sich alle geben, um ein möglichst schönes Weihnachtsfest zu feiern. Ibu Betty studiert mit allen wirklich schöne Sachen ein! Ein Tanz von Justin Bieber darf dabei natürlich nicht fehlen-ich würde behaupten, dass Justin Bieber die meisten Fans in Indonesien hat-unglaublich wer alles die Lieder von ihm singen kann! Natürlich habe ich die Schritte auch gelernt und es macht einen heiden Spaß, mit allen zu tanzen :D

Generell kann ich auch sagen, dass das Verhältnis zwischen den Kindern und mir immer enger wird. Das ist wirklich schön, jeden einzelnen habe ich schon sehr ins Herz geschlossen. Alle sind so lebensfroh und glücklich, obwohl sie doch alles andere als Glück in ihrem noch so kurzen Leben erfahren haben. Die Gemeinschaft ist wirklich toll, so wird sich gegenseitig geholfen, wo man kann und wenn doch jemand traurig ist, versucht man sich zu trösten. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich mehr mit den Mädchen zu tun habe, da ich ja auch mit ihnen auf einer Etage schlafe. Da bekommt man einfach viel mehr mit.
Was ich aber zu den Jungen sagen kann, ist, dass sie eindeutig gerne Fußballspielen-und zwar nicht schlecht. Ich komme da nicht so hinterher, aber riesigen Spaß macht es trotzdem, sich die Seele aus dem Leib zu rennen, nur um den Ball meterweit vom Tor vorbeizuschießen :D Naja, ich übe noch! Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen ;-)

Jaa und wenn wir nicht gerade Weihnachtssachen vorbereiten, kommt auch schon mal Besuch-wie zum Beispiel Rebecca :-):-):-) Für alle, die es nicht wissen: Rebecca ist ebenfalls Freiwillige der VEM und arbeitet in Kabanjahe, ca. 4 Stunden entfernt. Ihr könnt ja mal gleich einen Blick auf ihren Blog werfen ;-)
Das war auf jeden Fall echt super! Leider konnte sie nur bis Mittags, die Zeit haben wir aber in vollen Zügen genossen :-) So sind wir zur Stadt gefahren, ich habe ihr einiges gezeigt, haben dann eine Durian gekauft (es ist momentan Durianzeit!!! Man riecht es-in meinem Wörterbuch wird Durian auch nur als Stinkfrucht übersetzt.) und sind mit einer Becak wieder zurückgefahren (das "heiße Gerät" bei meinen Fotos).
Noch kurz zur Durian, man sagt, man liebt sie oder man hasst sie. Es war ja mal wieder klar, dass ich "werdernoch" sagen kann. Man kann auch wirklich schlecht beschreiben, wie sie schmeckt und was für eine Konsistenz sie hat-eben anders. Aber schlecht schmecken tut sie nicht, aber ob es mal meine Lieblingsfrucht wird, bin ich mir noch nicht so sicher.

Naja, was mache ich jetzt im Moment? Seit ca. 2 Wochen krank sein -.- Das ist alles andere als toll, aber wie Lertina immer so schön sagt: Ich genieße es! So habe ich viel Zeit zum Lesen, Ausruhen und Indonesisch Lernen. Auch mal nicht schlecht. Eigentlich habe ich auch nichts weltbewegendes, nur Bauchschmerzen und ab und zu ist mir schlecht. Dennoch nervt das auf Dauer ganz schön, weil ich nach 2 Arztbesuchen und erneuten Medikamenten noch kein Ende sehe. Ich darf nichts scharfes, saures und süßes essen, das heißt nur Reis mit Ei oder so. Mal eine Banane oder Cracker. Ja, schwierig, gerade im BKM, da generell alle Beilagen zum Reis scharf sind...Deshalb bin ich auch seit fast einer Woche bei Lertina einquartiert. Trotzdem bin ich immer noch auf Medikamente angewiesen, anders geht es leider nicht. Ich bin aber voller Hoffnung und falls alles gut läuft, werde ich morgen zurück zum BKM fahren.

Trotz des Krankseins habe ich aber noch weitere Dinge erleben können. So hatte ich erstmals seit langem Kontakt zum "Pondok Kasih", dem AIDS-Zentrum, in dem ich ja eigentlich arbeiten soll. Auch zu einer weiteren Gruppe namens "Intei" (übersetzt: aufmerksam) der GKPS, die am Welt-AIDS-Tag eine Straßenaktion mit Schleifchen-und-Aufklärungsbroschürevergabe durchgeführt hat. Zu diesem Anlass hat dann auch das Pondok Kasih eine sehr lange und intensive Veranstaltung zum Thema HIV/AIDS angesetzt, wo in mehreren Vorträgen aufgeklärt und veranschaulicht wurde.
Neuigkeiten dererseits bezüglich meiner Arbeit gibt es allerdings noch nicht. Stichwort indonesische Gelassenheit ;-)

Momentan versuche ich mich noch mehr mit Weihnachten zu beschäftigen, auch weil ich schon an der ein oder anderen Weihnachtsfeier teilgenommen habe. Dennoch will sich bei mir noch nicht das typische Weihnachtsfeeling einfinden...es ist ja auch so schrecklich warm hier! Aber ich bemühe mich und habe Hoffnung. Ganz gespannt bin ich auch schon auf die für uns eigens angefertigten Blusen. So werden wir alle-Kinder und Mitarbeiter des BKM- im gleichen Look Weihnachten feiern :-)

Ach ja, bevor ich es vergesse! Das BKM bekommt eine neue Mitarbeiterin! Sie hat gerade ihre Diakonissen-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wird ab nächster Woche das Team unterstützen. Vor allem ich werde sie wahrscheinlich sehr schnell kennenlernen, da wir uns mein Zimmer teilen werden. Ich bin gespannt, ob neben einem zweiten Bett auch wirklich noch ein zweiter Schrank Platz finden kann...Aber ich lasse das ganze mal auf mich zu kommen und dann wird man sehen, wie man sich so arrangiert.

Bis dahin, Euch noch einen schönen Nikolaustag (der wird hier übrigens nicht gefeiert) und bis bald!

P.S.: Ein bisschen neidisch bin ich ja schon auf den Schnee, den Ihr in Deutschland habt. Aber wahrscheinlich kann ich mich mit der Wärme noch sehr glücklich schätzen...fast abgefrorene Finger kann man hier nämlich schwer bekommen ;-) 

Fühlt Euch herzlichst gegrüßt, Eure Karo :-)

 

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